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 Internationale Meisterschaft im Holzrücken mit Pferden

Framont (Belgien) 2011

 

Vorstellung

Es handelt sich um einen internationalen Wettbewerb für das Holzrücken mit Pferden. Er wird am 26. und 27. Juli 2011 in der belgischen Gemeinde Paliseul stattfinden, und zwar bei Gelegenheit der "forstwirtschaftlichen Vorführungen" im Rahmen der großen land- und forstwirtschaftlichen Messe von Libramont.

Für die zwei Tage sind drei Prüfungen vorgesehen. Eine Geschicklichkeitsprüfung, welche die ganze Bandbreite der technischen Kompetenz des Holzrückerberufs deutlich macht. Eine Prüfung, bei der das Pferd ausschliesslich auf Zuruf arbeitet und damit seinen Gehorsam und sein Vertrauen in den Menschen unter Beweis stellt. Und eine Zugleistungsprüfung, bei der ein vom Fuhrmann ausgewählter Stamm gerückt werden muss, und wobei es auf die Kraft und Willensstärke des Pferdes ankommt.

Es sind zwei Kategorien vorgesehen: einspänniges und zweispänniges Rücken.

Der Teilnehmer und eine Begleitperson werden vom Veranstalter verpflegt und untergebracht.

Für die Pferde stehen Boxen auf dem Gelände bereit. Stroh und Heu werden vom Veranstalter zur Verfügung gestellt.

Die Holzrückervereinigung CECD beteiligt sich auch an den Fahrtkosten der Teilnehmer.

 

Anmeldungen

Bewerbungen für die Teilnahme müssen vor dem 1. Juni 2011 um 24.00 Uhr eingehen. Das Anmeldeformular ist u.a. auf unsrer Homepage www.cecd.be unter "FRAMONT 2011"  zu finden.

Um berücksichtigt zu werden muss mit der Anmeldung eine Kaution von 100 Euro gezahlt werden, sei es durch Überweisung auf das Konto des CECD mit der IBAN-NR: BE80 1030 1106 8677 und dem SWIFT / BIC Code: NICABEBB oder durch einen Scheck auf den Namen : CECD, rue des Aubépines, 50   B-6800 LIBRAMONT.

Unter den Bewerbern trifft der Organisationsausschuss eine Auswahl nach beruflichen und geographischen Kriterien. Die Zahl der Teilnehmer für beide Kategorien – einspänniges oder zweispänniges Rücken – ist auf jeweils 15 beschränkt. Die endgültige Auswahl wird allen Bewerbern am 15. Juni 2011 mitgeteilt.

Den Bewerbern, die bei der Auswahl ausgeschieden sind, wird ihre Kaution zurücküberwiesen. Den Bewerbern, die am Wettbewerb teilnehmen, wird ihre Kaution am 25. Juli bei ihrer Ankunft an der Geschäftsstelle des CECD zurückerstattet.  

 

Teilnahmebedingungen

Die Teilnehmer müssen über eine Haftpflichtversicherung verfügen, welche die Teilnahme an einer Veranstaltung dieser Art abdeckt.

Die belgischen Teilnehmer müssen Mitglied im CECD sein.

Weder die Fuhrleute, noch die Pferde dürfen in beiden Kategorien antreten.

Die Pferde müssen mindestens vier Jahre alt sein und gegen Wundstarrkrampf (Tetanus) und Pferdegrippe (Influenza) geimpft sein.

 

Praktische Hinweise

Die Teilnehmer müssen sich am 25. Juli 2011 um 19.00 Uhr auf dem Gelände von Framont einfinden um an einer allgemeinen Vorbesprechung teilzunehmen.

Am 26. und 27. Juli müssen sich die Teilnehmer um 7.30 Uhr im Zelt des CECD einfinden, um besondere Anweisungen entgegenzunehmen.

 

Aus Sicherheitsgründen wird das gesamte Gelände der "forstwirtschaftlichen Vorführungen" von einer Sicherheitsfirma überwacht. Niemand darf nach 18.00 für die Nacht auf dem Gelände bleiben. Der CECD sorgt für die Unterkunft der Fuhrleute und ihrer Begleiter. Wir haften aber nicht für Diebstahl. Die Pferde werden nachtsüber von einem speziellen "Pferde-Team" beaufsichtigt. Diese kann die Fuhrleute während der Nacht über Mobiltelefon verständigen, wenn deren Anwesenheit bei ihren Pferden aus Gesundheits- oder Sicherheitsgründen notwendig werden sollte. Die Telefon-Nr. des Pferdeeigentümers mit der entsprechenden Länder-Vorwahl sollte an der jeweiligen Boxentür angebracht werden.

 

ANMERKUNG: Während der Nacht vom Mittwoch,  dem 28. auf Donnerstag, den 29. Juli wird das Gelände nicht mehr vom Veranstalter überwacht, weil die Aussteller ihre Stände während der Nacht abbauen und abtransportieren. Um das Fest jedoch in Ruhe und Geselligkeit beenden zu können, stehen die Unterkünfte auch für diese Nacht zur Verfügung, inklusive Frühstück am Donnerstagmorgen. Die Fuhrleute können diese Nacht entweder auf dem Gelände bei ihren Pferden oder in der vorherigen Unterkunft verbringen. Aber die Sicherheit auf dem Gelände kann nicht gewährleistet werden, weil die ganze Nacht Transportfahrzeuge der Aussteller verkehren.

Für die Unterkunft stehen Einzelzimmer zur Verfügung. Bitte einen Schlafsack mitbringen. Shuttle-Busse bringen die Teilnehmer zu bestimmten Zeiten zum Gelände und zurück.

 

Die Prüfungen

Allgemeines

Ø  Die Teilnehmer bringen Ortscheit, Rückekette mit Haken und gegebenenfalls ihre Spielwaage mit. Zu Ausmaßen und Beschaffenheit dieser Teile gibt es keine Regeln, allerdings müssen sie unbedingt der Morphologie/den Körpermaßen der Pferde entsprechen.

Ø  Es steht den Teilnehmern frei, mit Doppelleine oder Zupfleine zu arbeiten.

Ø  Die Teilnehmer müssen Sicherheitsschuhe tragen.

Ø  Um beim Wettbewerb die regionale Vielfalt deutlich zu machen, werden die Teilnehmer gebeten, ihre landesübliche Arbeitskleidung zu tragen.

Ø  Voraussetzung zur Einbeziehung in die Gesamtwertung ist die Teilnahme an allen drei Prüfungen.

Ø  Bei den Zweispännerprüfungen können die Pferde nebeneinander oder in Tandem-Anspannung arbeiten.

Ø  Bricht oder reißt ein Geschirr- oder Ausrüstungsteil, kann bei jeder Prüfung eine einmalige Reparatur vorgenommen werden. Sie darf nicht länger als 1 Minute und 30 Sekunden in Anspruch nehmen und darf nur vom Fuhrmann selbst durchgeführt werden.

Ø  Pferde dürfen nur mit der Stimme angefeuert werden, der Gebrauch von Peitsche oder Leinenende zu diesem Zweck ist untersagt.

 

Präsentation

Eine eigene Jury wird die Gespanne beurteilen, und zwar hinsichtlich

Ø  der Pferde

Ø  der Geschirre

Ø  des Hufbeschlags.

 

Zugleistung ( Stammziehen) 

Ø  Es geht um das kontinuierliche Ziehen im Arbeitsschritt auf einer geraden Linie über eine Distanz von maximal 40 m. Der Teilnehmer wählt seinen Stamm aus.

Ø  Er kann zwischen 6 bis 7 Stämmen wählen, die je nach Gewicht mit unterschiedlichen Koeffizienten versehen sind.

Ø  Alle Teilnehmer müssen ihre Wahl treffen, bevor die Prüfung beginnt.

Ø  Für die Prüfung ist eine maximale Zeit vorgesehen, und die zurückgelegte Strecke wird in Metern gemessen.

Ø  Beim Start dürfen die Pferde höchstens dreimal anziehen, darauf scheidet der Teilnehmer aus.

Ø  2/3 der Punkte werden für das Ziehen des Stammes auf die Ziellinie hin vergeben, 1/3 für das Ziehen zurück an den Start.

Ø  Wenn der Stamm von der Ziellinie zurück an den Start gezogen wird, wird er beim Anziehen mit Rundhölzern unterlegt.

Ø  Einmaliges Anhalten während des Zuges ist erlaubt, bringt aber Stafpunkte. Beim zweiten Anhalten wird die bis dahin zurückgelegte Strecke gemessen und als Ergebnis gewertet.

Ø  Als Gangart gilt der Arbeitsschritt. Eine eigene Jury vergibt Strafpunkte, wenn der Arbeitsschritt nicht eingehalten wird.

 

Arbeiten auf Zuruf/Stimme

Ø  Die Prüfung besteht darin, das Pferd durch einen Parcours von Toren zu lenken, die durch Kegel markiert sind. Die Tore müssen in einer vorgegebenen Reihenfolge und Richtung durchquert werden. Der Fuhrmann geht zu Fuß hinter dem (den) Pferde(n).

Ø  Für die Durchführung der Prüfung gilt eine Idealzeit. Außerdem ist eine Maximalzeit vorgesehen. Strafpunkte werden berechnet, wenn die Idealzeit überschritten wird, und Bonuspunkte, wenn sie unterschritten wird.

Ø  Jedes Tor, das durchquert wird, ohne die Kegel zu berühren, bringt Bonuspunkte.

Ø  Für die Einspännerprüfung dürfen die Teilnehmer die Leine(n) während des gesamten Parcours nicht berühren. Das Aufnehmen der Leine(n) bringt Strafpunkte.

Ø  Für die Zweispänner befinden sich die Tore jeweils in einer markierten Zone. Werden/wird die Leine(n) innerhalb der Zone aufgenommen, gilt das Hindernis als nicht bestanden. Das Aufnehmen der Leine(n) außerhalb dieser Zonen bringt Strafpunkte.

Ø  Im Parcours sind unterschiedliche Situationen vorgesehen: Holzbrücke, Wasser, Sichtblenden aus Reisig, Anhalten ...

 

Geschicklichkeit

Ø  Die Prüfung besteht darin, einen Stamm durch einen Parcours von Toren zu ziehen, die mit Kegeln markiert sind.

Ø  Eine Idealzeit wird vorgegeben, sowie auch eine Maximalzeit. 1 Strafpunkt pro Sekunde wird beim Überschreiten der Idealzeit berechnet und ein Bonuspunkt pro Sekunde beim Unterschreiten der Idealzeit.

Ø  Jedes Mal, wenn der Stamm ein Tor ganz durchquert hat, ohne die Kegel zu berühren, gibt es Bonuspunkte.

Ø  Das Handhaben der Rückekette ist erlaubt ( Anhängen/Abhängen), aber die Kette muss losgelassen werden, bevor sich die Pferde wieder in Bewegung setzen.

Ø  Zum Schluss muss der Stamm gepoltert werden. Die Polter für ein- und zweispänniges Rücken sind verschieden.

Ø  Für Einspänner: Stämme von +/- 50 cm Umfang (gemessen 1.50 m vom  Zopf des Stammes) mit einer Gesamtlänge von 12-13 m.

Ø  Für Zweispänner: Stämme von +/- 70 cm Umfang (gemessen 1.50 m vom Zopf des Stammes) mit einer Gesamtlänge von 14-15 m.

Mise à jour le Jeudi, 28 Avril 2011 14:59